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Medikation im Anfall

Triptane sind heute die Nummer 1 für die Anfallskupierung der Migräne. Sie sind in der Regel gut verträglich und sehr wirksam. Wie auch bei den anderen Schmerzmitteln gilt auch für die Triptane die Regel: maximal an 10 Tagen im Monat einnehmen. Wenn die Triptane/Analgetika öfters eingenommen werden müssen, dann besteht die Gefahr, dass es zu einem medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz kommt. Wenn Sie also öfters als 10 Tage im Monat Migräne haben, dann ist eine Prophylaxe-Medikation zu überlegen.

Triptane

Triptane sind das Mittel der ersten Wahl bei Migräneanfällen. Sie wirken spezifisch und sehr effektiv bei Migräne, und können den Anfall kupieren. Sinnvoll ist es, das Triptan möglichst frühzeitig einzunehmen, obwohl diese Medikamente meist auch noch bei späterer Einnahme ausreichend wirken.    

Almotriptan

Vorteile:
  • ist sehr gut verträglich

Frovatriptan

langsamer Wirkungseintritt, nach 2 Stunden bei ca. 38% der Fälle eine deutliche Besserung der Schmerzen; nach 4 Stunden Besserung in ca. 68%

Naratriptan (Naramig, Formigran, Generika)

Vorteile:
  • nur in 19% treten Wiederkehrkopfschmerzen auf
  • wenig Nebenwirkungen kaum mehr Nebenwirkungen als Placebo,
Nachteile:
  • langsamer Wirkungseintritt, Wirkung teilweise erst nach ca. 4 Stunden.

Rizatriptan (Maxalt)

Vorteile:
  • schneller Wirkungseintritt, beginnende Wirkung nach schon 30 Minuten, ca. 44% der Patienten sind nach 2 Stunden schmerzfrei
Nachteile:

Sumatriptan(Imigran, Generika)

Anfangsdosierung 50mg, bei nicht ausreichender Wirkung 100mg. Wenn 50mg gut wirken, kann versucht werden die Dosis zu halbieren.
Vorteile:
  • besonders schneller Wirkungseintritt durch Injektion unter die Haut mit dem Glaxopen.
  • Wirkungseintritt als Tablette nach ca. 30 min.
  • muss nicht schon zu Beginn der Migräneattacke genommen werden
Nachteile:
  • bei Dauergebrauch (öfter als an 10-15 Tagen im Monat) kann ein Dauerkopfschmerz entstehen

Zolmitriptan (AscoTop, Generika)

mittlere Dosis ist 2,5mg, bei schweren Attacken sollten 5mg genommen werden;
Vorteile:
  • Nasenspray für Patienten mit starker Übelkeit und Erbrechen
  • bei bis zu 80% der Patienten deutliche Minderung der Kopfschmerzen
  • bei ca. 55% vollständiges Abklingen der Migräneschmerzen
 

Triptane für eine besonders schnelle und starke Wirkung

Sumatriptan als Injektion unter die Haut – s.c.-Injektion
  • Imigran Inject
  • Sumatriptan Hormosan Inject 6mg s.c.
  • Sumavel DosePro (nadelfreie Injektion)

Triptane mit mittelschnellem Wirkeintritt und guter Verträglichkeit

  • Almotriptan
  • Eletriptan
  • Rizatriptan
  • Sumatriptan
 

Triptane mit eher langsamem Wirkeintritt, dafür lang anhaltende Wirkung, wenig Wiederkehrkopfschmerzen und sehr gute Verträglichkeit

  • Frovatriptan
  • Naratriptan

Wiederkehrkopfschmerzen

Naratriptan: unter 20% Almogran: ca. 20- 30% Rizatriptan: 30-40% Sumatriptan: 30-40% Wenn ein Triptan nicht ausreichend wirkt, versuchen Sie ein anderes.

Schmerzmittel – Analgetika

Aufgrund der gestörten Magen-Darm-Motilität werden die Schmerzmittel nur langsam aufgenommen. Deshalb sind Zäpfchen oder Brausetabletten zu bevorzugen. Zumindest sollten Sie 1-2 große Gläser Wasser zu der Tabletteneinnahme trinken. 7Die Einnahme von Antiemetika wie Metoclopramid oder Domperidon (siehe unten) ca. 20 Mintuen vor der Gabe der Schmerzmittel hat sich bewährt. Bitte beachten Sie bei allen Medikamenten die Nebenwirkungen und Kontraindikationen.
    • Paracetamol

      Ist ein leichtes Schmerzmittel, das sich in der Dosierung von 1000mg bei Erwachsenen für die Behandlung leichter Kopfschmerzanfälle eignen kann. Es gibt Tabletten und Zäpfchen.

    • ASS

      ASS -Acetylsalicylsäure – ist ein sehr bewährtes Medikament bei Kopfschmerzen. Da die Magen-Darmbeweglichkeit bei Migräne eingeschränkt ist, sollten sie Brausetabletten oder Kautabletten vorziehen, oder zu der „normalen“ Tabletten 1-2 große Gläser Wasser trinken. Erwachsene benötigen bei Migräne 1000 oder 1500mg, d.h. 2 oder 3 Tablette zu 500mg auf einmal.

      Eine wichtige Nebenwirkung von ASS sind Magen-Darm-Geschwüre und -blutungen.

    • Ibuprofen – Diclofenac – Naproxen

      Diese Substanzklasse – die NSAR – werden vor allem bei Gelenk- und Rückenbeschwerden eingesetzt. Auch wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung. Jedoch können diese Arzneimittel auch bei Kopfschmerzen und Migräne zum Einsatz kommen. Wie bei ASS gilt, dass die Mittel mit 1-2 großen Gläsern Wasser und möglichst als Brausetablette eingenommen werden sollten. Auch Zäpfchen sind, bei starker Übelkeit, eine gute Alternative. Die wichtigste Nebenwirkung der NSAR sind Magen-Darm-Geschwüre und – blutungen sowie einer Erhöhung des Blutdruckes. Auch Durchfall ist relativ häufig.

Sonstige Medikamente

Antiemeetika

Das sind Medikamente, die die Magen und Darmbewegung anregen. Also auch gegen Übelkeit und Erbrechen wirken. Bei Migräne ist oft die Motorik von Magen und Darm gestört. Viele Patientinnen leiden unter Übelkeit und/oder Erbrechen. Auch werden durch die Verlangsamte Magen-Darm-Peristaltik die eingenommenen Medikamente nur langsam aufgenommen – oder auch wieder erbrochen.

Metoclopramid

War eine Zeit lange ausser Handel. Mittlerweile gibt es das Medikament wieder im Handel. Zur Verfügung stehen Tabletten, Flüssigkeit und Zäpfchen.

Domperidon

Kann alternativ zu Metoclopramid genommen werden. Die Tablettenform ist im Handel erhältlich. Bitte beachten Sie bei allen Medikamenten die Nebenwirkungen und Kontraindikationen.

Migräneprophylaxe

  • Wirkt ausschließlich bei Migräne – nicht für Spannungskopfschmerzen oder Cluster-Kopfschmerz geeignet
  • Benötigt 4-8 Wochen bevor die Wirkung eintritt.
  • Die Medikamente sollten langsam aufdosiert werden, und dann aber auch ausreichend dosiert gegeben werden. Bei zu schneller Aufdosierung können die Nebenwirkungen zu stark sein. Bei zu geringer Dosierung wirkt die Prophylaxe nicht.
  • Ziel ist nicht die Anfallsfreiheit sondern eine Reduzierung der Anfallshäufigkeit.

FAQ Triptane

Das Triptan xxx wirkt nicht – Was soll ich tun

Wenn sie noch nicht die Höchstdosis haben (und keine Nebenwirkung verspüren): probieren sie beim nächsten Migräneanfall die angegebene Höchstdosis. Wenn sie die Höchstdosis schon genommen haben oder unter Nebenwirkungen leiden: wechseln sie zu einem anderen Triptan.

Ich habe trotz Triptan oft Wiederkehrkopfschmerzen

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Als Arzt für Allgemeinmedizin habe ich lange Erfahrung mit der Schulmedizin und psychosomatischer Medizin. Darüber hinaus bilde ich mich seit über 20 Jahren intensiv in verschiedenen Akupunkturmethoden, traditioneller chinesischer Medizin (TCM), klassischer Homöopathie und Naturheilkunde weiter.

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