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Übergewicht und Adipositas

Also: zuviel Gewicht für die Körpergröße. verwandte Begriffe:
  • Präadipositas
  • Bariatrie: medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Adipositas beschäftigt
Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Übergewicht zu definieren:
  • BMI: derzeit wohl am meisten verbreitet. BMI= Gewicht in kg / Größe in m 2. Kritik: Sportliche Menschen weisen einen hohen BMI auf, sind aber nicht dick.
 BMI
Präadipositas25-29,9
Adipositas Grad 130-34,9
Adipositas Grad 235-39,9
Adipositas Grad 3über 40
  • Bauchumfang: je größer der Bauchumfang, desto höher das Risiko für z.B. Herz-Kreislauferkrankungen
 erhöhtes Risikohohes Risiko
Männerüber 94cmüber 102cm
Frauenüber 80cmüber 88cm
  • Taille zu Körpergröße (Waist to length ratio)

Adipositas gilt als Risikofaktor<{h2>Die Adipositas gilt als Risikofaktor für verschiedene Erkrankungen, wobei sich für den BMI von 25-27 in jüngster Zeit herausstellt, dass diese Menschen länger leben.  „Das Gewicht mit der höchsten Lebenserwartung.“ Aber der Bauch muss schlank sein, sonst steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Also scheint schlank und rank nicht immer von Vorteil. Wie so oft sind die Studienergebnisse nicht unwidersprochen.

Ursachen für Adipositas

Die Ursachen der Adipositas kann man einteilen in Lebensstil, genetische Ursachen und andere. Wichtige Ursachen für die Adipositas sind:

  • Überernährung

  • Bewegungsmangel

  • Stoffwechselerkrankungen

    • wie Schilddrüsenunterfunktion(Hypothyreose)
  • ungünstige Ernährung:

    • spannend: Fruchtzucker(Fructose, aus Obst, Honig etc.) beeinflusst den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel(Studie an Mäusen) und wird auch beim Menschen viel schneller in Fett umgewandelt als Traubenzucker(Glukose). Auch scheint Fructose die Fettsynthese(Lipogenese) zu stimulieren, so dass vermehrt Fette aus der Nahrung ins Gewebe eingelagert wird. Lesen Sie mehr zu: Fruchtzucker(Fructose), Fructoseintoleranz
  • Ernährungsverhalten

    • (Essen/Naschen als Zuwendungsersatz)
  • Schlafmangel, Nachtarbeit

  • genetische Disposition

Manches davon kann man ändern, manches nicht. Die genetische Disposition kann man nicht ändern, Arbeitsbedingungen wie Nachtarbei möglicherweise auch nur bedingt. Im wesentlichen entsteht eine Adipositas durch das Mißverhältnis von Energieaufnahme zu Energieverbrauch. Die überflüssigen Kalorien werden leider nicht ausgeschieden sondern „für den Notfall“ gespeichert, und zwar als Fett. Bedenklich ist besonders das Bauchfett(viszerales Fett), dann dieses viszerale Fett sieht nicht nur unschön aus, sondern produziert auch Entzündungsstoffe. Es kann zur sogenannten „silent inflammation“ kommen.

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Und schon wissen Sie, ob sie etwas mehr für Ihre Gesundheit tun sollten.

Erkrankungen durch Adipositas

Ab welchem BMI wirklich die Lebenserwartung sinkt, ist noch nicht ganz klar. Vor ein paar Jahren dachte man, jedes Übergewicht über BMI 25 ist schlecht. Dann kamen Untersuchungsergebnisse die dem BMI-Bereich von 25-27 die höchste Lebenserwartung zusprachen, eine kürzliche Metaanalyse kommt zum Schluss, dass die Lebenserwartung erst ab einem BMI von über 35 sinkt. [pullquote]Adipositas erhöht das Risiko …[/pullquote]Kann ja aber auch sein, dass es sich mit einem schlanken Körper (sagen wir großzügig unter BMI 28) zwar nicht länger aber gesünder und leichter lebt.

Die Adipositas erhöht das Risiko für verschiedene Erkrankungen
  • Metabolisches Syndrom

    • bestehend aus: Bluthochdruck, vermehrtes Bauchfett, erhöhte Fettwerte(Hyperlipidämie, Hypercholersterinämie, Hypertriglyceridämie), erhöhte Insulinresistenz, die auf Dauer wiederum zu Diabetes Typ 2 führt.
  • Herz-Kreislauferkrankungen(kardiovaskuläre Erkrankungen)

    • KHK(koronare Herzkrankheit, Angine pectoris, Herzinfarkt(Myokardinfarkt), Herzschwäche
  • Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit, „Alterszucker“)

  • Tumorerkrankungen

  • Nichtalkoholische Fettleber, Nichtalkoholische Hepatitis

  • Gelenk- und Rückenschmerzen

  • verminderte Zeugungsfähigkeit

    • ( pro 9kg Gewichtszunahme, 10% geringere Zeugungsfähigkeit)

Therapie; Was tun bei Adipositas?

Hier gibt es viele Programme, Veröffentlichungen und gutgemeinte Ratschläge und nochmehr Patienten.
  • Medikamente
    • Orlistat, L112
  • operative Maßnahmen
    • operative Bauchfettentfernung
    • Magenverkleinerung
    • Verkleinerung des Magenvolumens durch einen Ballon oder einen Ring
  • Ernährung, Diät
  • Low-fat
  • Low-carb

Meine Meinung zur Therapie

Medikamente und operative Maßnahmen können bei extremer Adipositas eine Hilfe sein. Low-fat: halte ich als Ernährung auf Dauer für fragwürdig. Wir brauchen Fette zum Aufbau von Zellmembranen. Ausserdem scheint Low-carb mindestens ebenso effektiv und dabei schmackhafter zu sein. Low-carb: Scheint mir das günstigste zu sein. Kohlenhydrate sind reine Energieträger, werden vom Körper nicht zum Strukturaufbau benötigt. Man kann also mit wenig Kohlenhydraten dauerhaft problemlos leben. Ein paar Kohlenhydrate benötigt unser Körper. Unser Gehirn kann seinen Stoffwechsel zwar weitgehend auf Ketonkörper umstellen, benötigt aber etwas Glukose. Die kann der Organismus zwar selbst Synthetisieren, aber wozu sollen wir uns die Arbeit machen möglichst alle Kohlenhydrate wegzulassen, und unser Körper macht sich dann die Arbeit die mühevoll weggelassenen Kohlenhydrate selbst aufzubauen. Das ist unökonomisch. Wichtig ist: es muss schmecken.


Klaus Schleusener Facharzt für Allgemeinmedizin Alternative Medizin Akupunkteur - Homöopath Augenakupunkteur

Akupunktur in Karlsruhe

Als Arzt für Allgemeinmedizin habe ich lange Erfahrung mit der Schulmedizin und psychosomatischer Medizin. Darüber hinaus bilde ich mich seit über 20 Jahren intensiv in verschiedenen Akupunkturmethoden, traditioneller chinesischer Medizin (TCM), klassischer Homöopathie und Naturheilkunde weiter.

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Klaus Schleusener
Facharzt für Allgemeinmedizin
Zusatzbezeichnung Homöopathie, Naturheilkunde
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